meine liebe leute,
es tut mir sehr leid, dass ich jetzt die zwei wochen nichts geschrieben habe, habe leider keine zeit gehabt, war vielleicht noch nie so beschaftigt.
also unser sias team, welches die leute in den dorfern impft und besucht hat jetzt mit der kampagne gegen masern und roteln angefangen.
also mussen auch viele leute von unserer klinik helfen und so bin ich paar mal ganz alleine oder mit unserem zahnspezialisten geblieben, nur dass er mir die q'eqchi sprache ins spanische ubersetzt.
einmal haben wir am tag schon 3notfalle gehabt so dass ich mir keine sorgen gemacht habe, als er gesagt hat, er muss nach livingston und die chance ein neues notfall zu haben war sehr gering.
na ja, so passiert es, kam ein mann und hat mich gebetet ob ich mir seine frau anschauen koennte, die zu hause liegt und eine infusion braucht, weil sie dehydriert ist.
na ja, bin mit seiner lancha gefahren und bei denen zu hause hat auf mich eine bose uberrachsung gewartet.
jede menge menschen hat geweint an ihrem bett, sie lag casi ohnmachtig im bett, dehydriert, habe versucht ihr den zugang zu legen , aber war unmoglich, blutzucker war zu hoch, gefiebert hat sie auch, fur mich absolute indikation ins spital zu gehen mit ihr.
bin ins projekt zuruckgekommen und habe das schnellste motorboot genommen und kam wieder zu ihnen nach hause.
das problem kam nur, sie wollten gar nicht, dass die ins spital fahrt, haben nur geweint, ihr entging die zeit, war echt verdammt schwierig noch nach dem ganzen unmoglichen tag diese leute zu motivieren.
spater ist es mir doch gelungen sie zu uberzeugen, dass die eine chance hat und dann nur mehr 1 stunde bis nach puerto barrios, wo auf uns schon die rettung gewartet hat.
so ruiniert, aber voll hoffnung und gutem glauben, habe ich sie in die ambulance gelegt...
nach zwei tagen ist sie im spital gestorben, sie war sehr jung um zu sterben, besonders die haben sie sterben lassen.
es passiert hier leider so oft, dass die indogenen menschen sehr schlecht oder gar nicht im spital behandelt werden, obwohl sie eine versicherung haben, viele denken, man versteht sie nicht also braucht man sie gar nicht behandeln.
war traurig, entsetzt, schockiert und machtlos.
ich wuensche mir sehr, dass unsere patienten eines tages nicht mehr an dieses spital angewiesen sind und dass unsere klinik vieles selber erledigen kann, und ich hoffe auch fue mich selber, dass ich eines tages mit meinem wissen vieles verbessern kann.
ich bin hier sehr glucklich, ich fuhle hier, dass ich arztin bin und wunsche euch allen, dass ihr so ein platzchen auf der erde findets.
muss leider schon gehen.
wunsche euch ein scheones wochenende.
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